Sturm
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Hurrikan

Als Hurrikan werden im Allgemeinen tropische Wirbelstürme bezeichnet, die mindestens die Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala erreichen. Das Wort leitet sich vermutlich aus der Maya-Sprache ab, in der “Huracan” so viel wie “Gott des Windes” bedeutet. Weitere Bezeichnungen sind Taifun oder Zyklon.

Hurrikans entstehen, wenn große Mengen an Wasser über dem Meer verdunsten und aufsteigen. Die Oberflächentemperatur des Wassers muss mindestens 26,5°C betragen, die Lufttemperatur muss nach Oben hin bis in große Höhen gleichmäßig abfallen. Das aufsteigende Wasser kondensiert dann zu einer großen Wolke, wobei es hohe Mengen Energie in Form von latenter Wärme freisetzt. Dadurch wird die Luft aufgeheizt, dehnt sich aus und steigt über die Hurrikanwolke auf. Unterhalb der Wolke entsteht ein Unterdruck und feuchte Luft von der Wasseroberfläche strömt nach. Oberhalb der Hurrikanwolke entsteht ein Hochdruck, von dem aus die Luft in die entgegengesetzten Richtungen weg strömt.

Da ein Hurrikan meist ein sehr großes Gebiet abdeckt, steigen die Luftmassen nicht als großes Paket auf. Stattdessen bilden sich spiralförmig Zonen aus, in denen die feuchte, warme Luft aufsteigt. Dazwischen liegen Zonen, in denen die abgekühlte, trockene Luft absinkt. In den Zonen mit Aufwinden kommt es zu starken Regenfällen. Die Corioliskraft sorgt dafür, das die über dem Wasser nachströmenden Luftmassen in Rotation versetzt werden, wobei sich ein großer Wirbel bildet. Während innerhalb des Hurrikans Windgeschwindigkeiten von mindestens 118 km/h herrschen, bewegt der Hurrikan sich als Ganzes mit maximal 30 km/h. Erreicht der Hurrikan das Land, ist die aufsteigende Luft zunehmend trocken, wodurch weniger Energie nachgeliefert wird. Der Hurrikan wird nach und nach schwächer, bis er sich nicht mehr von einem herkömmlichen Tiefdruckgebiet unterscheidet.

Zur Gefahr wird ein Hurrikan durch mehrere Faktoren: Zum einen kann er direkt durch den starken Wind und die heftigen Regenfälle Schäden verursachen. Aufgrund der Größe kann es Stunden dauern, bis ein Hurrikan über ein Gebiet hinweg gezogen ist, sodass Wind und Regen viel Zeit haben, Schäden anzurichten. Eine weitere Bedrohung entsteht durch Flutwellen, die durch hohe Windgeschwindigkeiten über dem Meer entstehen und ganze Küstenabschnitte überrollen können. Dies kann zusammen mit den heftigen Regenfällen zu extremen Überflutungen führen, die Gebiete für längere Zeit unter Wasser setzen.

Hurrikans entstehen meist in der Zeit zwischen Juli und September im Bereich des Karibischen Meeres, am Golf von Mexiko und an den Westindischen Inseln.

Die Erhöhung der Wassertemperatur durch die globale Erwärmung könnte dazu führen, dass in Zukunft Hurrikans noch eine größere Bedrohung werden, als sie bisher waren.

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